„Didi – Der Doppelgänger“ Erste, nicht verwendete, Schlussvariante vom 10.06.1983


219. BILD KONFERENZRAUM INNEN/TAG

Die LEITENDEN ANGESTELLTEN lümmeln sich auf ihren Stühlen. Sie lesen
Herrenmagazine, Sportjournale, Krimis.
Zwei lauschen an Transistorradios.
VON PÖSEL schenkt sich Wein ein.
Zwei andere spielen Schiffe versenken.
Zwei weitere spielen Darts.

BRUNO kommt mit einer Flasche Bier zur Tür rein.
Alle bleiben sitzen. BRUNO trägt seine alten Klamotten.

LEITENDE ANGESTELLTE:
Hallo, Herr Immer…na?…hallo, wie geht´s, etc.

BRUNO:
Hallo, Jungs!
(zu Pösel) Hallo Pösel.

VON PÖSEL:
Prost, Herr Immer.

KAMERA auf BRUNO KOOB
BRUNO lächelt

BRUNO:
Prost, Jungs!

Er trinkt aus der Flasche, dann setzt er sich, zündet sich eine Zigarette an. Alle greifen
zu Zigaretten und Zigarren.

BRUNO:
Also, was steht heute an?

GEIGER:
Der Ausbau der Chemiewerke schafft Probleme.

BRUNO:
Das ist nur Ihre Meinung.

HOLSTEIN:
Die Fortuna-Versicherung schlägt folgendes vor.

BRUNO:
Schreiben Sie es auf. Ich beschäftige mich später damit.

ECK kommt herein und beugt sich zu IMMER.

ECK:
Dürft ich Sie einen Moment nach draußen bitten, Herr Immer …
Sie werden erwartet.

GROßAUFNAHME VON BRUNO.

BRUNO: (leise)
Oh Gott, die Bullen!

Er folgt Eck hinaus.


220. BILD ECK VORZIMMER INNEN/TAG


ECK und BRUNO kommen herein.
BRUNO schaut verdutzt. HEIDI IMMER steht da.

BRUNO:
Heidi….alte Sohle…

HEIDI:
Ich bin wegen des Scheidungstermins da.

BRUNO:
Scheidung?! Aber Heidi…. Liebling… darüber reden wir noch
mal…wir zwei.

HEIDI zögert.

HEIDI:
Du bist schon wieder so anders.

BRUNO:
Tja… ich bin eben nicht der, für den du mich hältst.

HEIDI:
Meinst du es diesmal ernst?

BRUNO:
So wahr ich Bruno Koo… äh , Hans Immer heiße.

HEIDI:
Dann bis heute Abend… du…


221. BILD KONFERENZRAUM INNEN/TAG

Die Tür geht auf. BRUNO erscheint, bleibt stehen.

GROßAUFNAHME BRUNO.

BRUNO:(zu sich)
Scheidung, von wegen. Da verlier ich doch glatt die Hälfte meines
Vermögens.

Er knallt die Tür hinter sich zu, geht zum Tisch und setzt sich.

BRUNO:
Wo waren wir stehen geblieben?

HOLSTEIN:
Tja, es geht um unsere Zwischenbilanz.

BRUNO:
Na und?

HOLSTEIN
Wir liegen jetzt schon bei 20 Millionen Verlust.

BRUNO:
Ach, ja?

HOLSTEIN:
Wenn das so weitergeht, sind wir bald pleite.

BRUNO:
Wann?

HOLSTEIN:
In ca. 20 Jahren.

BRUNO:
Na, dann haben wir ja noch ein bißchen Zeit. Prost!

Er hebt das Glas.

(In dieser Variante folgte dann das letzte Bild in der Kneipe, in der Immer am Telefon
sein Kneipenimperium ausbaut und anschließend schreit „Ich hatte Rauchverbot
erteilt!!!“)